Wie KTQ- und DIN-ISO 9001-Häuser die DIN EN 15224 sehen

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Anfang Dezember wird die neue Bereichsnorm für das Gesundheitswesen erscheinen. Vorab informierte das ZQ der Ärztekammer Niedersachsen in Kooperation mit der GQMG und der JOMEC GmbH im Rahmen einer Veranstaltung mit rund 180 Teilnehmern zu Inhalten und wesentlichen Neuerungen der Norm. "Was kommt da auf uns zu?" war die große Frage.

Meinungsbild
Eine der wesentlichen Antworten der Diskutanten war: "Für uns kommt Sie zu spät". Mit der DIN EN ISO 9001 gebe es eine bewährte Norm. Eine neue, redigierte bzw. "übersetzte" sei nicht nötig, die Übersetzungsarbeit der recht abstrakten Sprache der DIN EN ISO 9001 sei bereits geleistet. Kritisch wurden die Erweiterungen der DIN EN 15224 gegenüber der Mutternorm DIN EN ISO 9001 diskutiert. Die elf Qualitätsmerkmale, die auch in der Endfassung enthalten sind, seien nicht durchgehend stimmig und pragmatisch formuliert. Hier bleibt abzuwarten, was die Endfassung der Norm vorschreibt und wie buchstabengetreu auf die Qualitätsmerkmale eingegangen werden muss, beispielsweise in der Managementbewertung oder bei der Bewertung von Prozessleistungen. Das Risikomanagement, das die neue Norm besonders betont, sei bereits durch diverse andere Vorgaben verpflichtend.

Die Diskussionsrunde aus KTQ- und DIN ISO-erfahrenen Qualitätsmanagern aus kleinen und großen Häusern sowie einer Universitätsklinik gab sich insgesamt gelassen – auch in Anbetracht der Aussicht, dass die neue Norm den Stand der Wissenschaft und Technik mit allen Konsequenzen definieren wird. Falls der Gesetzgeber eine Zertifizierung für Krankenhäuser vorschreiben wolle, könne nur die DIN EN 15224 zur Anwendung kommen, schließlich sei für Deutschland das DIN der exklusive Normgeber. Normen haben jedoch keine gesetzesähnliche Wirkung. Eine rechtliche Pflicht zur Anwendung ergibt sich also nicht allein deshalb, weil es sie gibt.

Die QMB wollen zunächst abwarten, schließlich sei ein Umstieg auf die neue Norm intern mit Aufwand und Unruhe verbunden. Zunächst seien formale Dinge wichtig, z. B. dass das DAkkS das Verfahren zur Akkreditierungsfähigkeit und zur Schulung der Zertifizierungsstellen und Auditoren abschließt. Ebenso sei es wichtig, dass die neue Norm als Basis für Zentrumszertifizierungen anerkannt werde.

Klar ist:
Neueinsteiger sollten sich die neue Norm DIN EN 15224 auf jeden Fall näher anschauen. Alle alten Hasen stehen aber vor der Frage, wie aufwendig der Umstieg vom bisherigen Zertifizierungsverfahren wäre. Viele sorgen sich um ihre mühsam erarbeiteten Erfolge.

Mit unserer „QM-Visite“ prüfen wir die Zertifizierungsreife Ihrer Einrichtung, Ihres Zentrums oder anderer Leistungsbereiche. Wir klären, wie Ihre etablierten QM-Werkzeuge geschickt in die neue Systematik überführt werden können. Dabei ist es gleichgültig, von wo aus Sie starten, ob von KTQ, der DIN ISO 9001, EFQM oder pCC.
Teil der QM-Visite sind eine prozessorientierte Begehung und leitfadengestützte Interviews. Alternativ oder im Anschluss daran führen wir ein Planungsgespräch mit der Klinikleitung. Gern erstellen wir Ihnen ein Angebot zur QM-Planung oder für eine QM-Visite in Ihrem Haus! Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.




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