14% weniger zahlen: Im Technikbereich ist meist noch Luft.

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Verstecktes Einsparpotential führt zum Abbau des Investitionsstaus mit positiver Auswirkung auf die Bilanzstruktur.

Verstecktes Einsparpotenzial bei einem Haus der Größenordnung 400 Betten (~40 Mio. Umsatz). Angaben in 1.000 EUR.
Die aus der Werbung bekannten „Purzelpreise“ bekommen wir leider nur im Supermarkt. Krankenhäuser müssen ihr Sparpotenzial erkämpfen, sprich geschickt verhandeln. Das kann sich auch in vermeintlich kleinen Bereichen, jedoch großen Einzelposten wie Energie, Aufzüge und Telekommunikation ordentlich summieren, wie unsere Beispielrechnung (vgl. Grafik) zeigt. Für ein 400-Betten-Haus mit ca. 40 Mio. Euro Umsatz ergeben sich 100.000 Euro (12,5%) Einsparung bei den Energiekosten, 30.000 Euro (20%) bei der Telekommunikation und allein für die Aufzugskosten 10.000 Euro (20%). Diese drei Bereiche machen zusammen 44 Prozent des Kuchens für Technik und Instandhaltung aus.
Dieser wiederum bildet ca. 16% der Material- und Dienstleistungskosten.

Budgetaufteilung Einkauf/Technik
Einsparungen im Energiebereich umfassen Wärme/Kälte/Klima, Strom, Licht sowie (Ab-)Wasser. Durch das sogenannte Energie-Contracting kann es z. B. zu Einsparungen von jährlich rund 250,- Euro pro Bett führen!


Zwei Sparmöglichkeiten können kombiniert werden: Beschaffungsoptimierung durch das Energieliefer-Contracting und Verbrauchsoptimierung mittels Energieeinspar-Contracting.
Das Energieeinspar-Contracting ist in Krankenhäusern noch wenig verbreitet, funktioniert jedoch recht einfach: Zur Verbrauchsoptimierung werden bestehende Anlagen wie Heizung, Klimatechnik etc. erneuert. Die Einsparungen refinanzieren die Investitionen und führen darüber hinaus zu einer weiteren Kostenreduktion, die sich für das Haus bemerkbar macht.

Die Folgen: Abbau des Investitionsstaus und-Positive Auswirkungen auf die Bilanzstruktur.
Zusätzlich können die Verträge so gestaltet werden, dass der Contracting-Partner allfällige Service- und Wartungsleistungen für die Anlagen beim ohnehin vorhandenen technischen Hauspersonal „einkauft“.
Damit kann sich das Krankenhaus sogar ein nach Stunden abgerechnetes Zubrot verdienen.
Bei der Wartung der Aufzugsanlagen kommen meist verschiedene Firmen zum Zug, als Folge alter Verträge und Ausschreibungen. Auch für die Ersatz- und Neu-Installationen wechseln oft die Firmen. So bewährt und tradiert dies sein mag, so ungünstig ist dies oft hinsichtlich der Kosten. Durch Verringerung der Anzahl der Wartungsfirmen und Optimierung der vertraglichen Leistungen und Leistungsintervalle kann es zu Einsparungen von bis zu 30% kommen. Im Falle einer Reha-Klinik mit über 500 Betten konnten so jährlich ca. 25.000 Euro eingespart werden.

Ein dritter Bereich der versteckten Sparpotenziale sind die Telekommunikationsverträge. In vielen Fällen wurden die TK-Anlagen vor langer Zeit gemietet und zusätzlich ein Wartungsvertrag abgeschlossen. In Einzelfällen tauchen bei genauer Prüfung sogar Abrechnungsfehler aus der Vergangenheit auf, die dann teilweise bis zu 10 Jahre rückwirkend nachgewiesen und zurückgefordert werden können. Auf diesem Wege und mittels neuer Verträge konnten die TK-Kosten eines Akutkrankenhauses mit 500 Betten um ca. 15% gesenkt werden.

Für Markus Jung, Senior-Berater der JOMEC GmbH für den Bereich Einkauf und Logistik, sind das typische Beispiele dafür, wie durch eine gründliche Analyse der Verträge und Kostenstrukturen mit hoher Wahrscheinlichkeit lohnende Einsparungen erzielt werden können.




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