Pressemitteilung - Klinikstresstest: 17 % der Krankenhäuser in Niedersachsen sind in akuter Insolvenzgefahr!

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Klinikstresstest als Basis für Restrukturierungsmaßnahmen! JOMEC stellt mit dem „Klinikstresstest“ eine objektive Bewertung der Zukunftsfähigkeit von Krankenhäusern vor.

Danach sind auf Basis der Bilanzen der Jahre 2013 bis 2015 im Mittel 17% aller Kliniken in Niedersachsen akut Insolvenz gefährdet. Die Studie soll schrittweise auf alle Bundesländer erweitert werden.

Die Managementberatung JOMEC Healthcare Consulting + Management hat die niedersächsischen Krankenhäuser unter die Lupe genommen und die Bilanzen der letzten Jahre geprüft. Im Rahmen der Analyse wurde eine Kennzahl, der Klinikstresswert (KSW) getestet, mit der die Insolvenzgefahr,
-wahrscheinlichkeit der untersuchten Kliniken ausgedrückt wird. Die Bewertung erfolgt in fünf Stufen. Mit Note 1 bewertete Kliniken sind sehr gut aufgestellt, mit 5 bewertete Kliniken befinden sich in akuter Insolvenzgefahr und müssen umgehend Restrukturierungsmaßnahmen einleiten bzw. sollten diese bereits eingeleitet haben.

Die Ergebnisse zeigen zum Beispiel für das Jahr 2015, dass 23% der Kliniken in kommunaler Trägerschaft und 32% der frei-gemeinnützigen Kliniken den KSW 4 oder 5 haben. Das bedeutet, diese Kliniken und Träger sollten sich zügig mit der eigenen Lage und Restrukturierungsmaßnahmen zur Ergebnisverbesserung beschäftigen. Das Team um Prof. Dr. Stefan Razik (Partner der JOMEC, Professor für Gesundheitsmanagement & Controlling an der FOM-Hochschule) bescheinigt 8% der kommunalen Kliniken und 9% der frei-gemeinnützigen Kliniken mit dem KSW 5 einen sehr kurzfristigen Restrukturierungsbedarf.

„Die Systematik der Studie in Niedersachsen lässt sich auch auf andere Bundesländer übertragen“, so Prof. Dr. Stefan Razik. Er führt weiter aus: „Wir sehen, dass die Situation vieler Kliniken nicht zufriedenstellend ist. Die Bilanzen spiegeln die fehlende Wirtschaftlichkeit und Unterfinanzierung wider und lassen für die betroffenen Kliniken nichts Gutes erwarten“. Prof. Razik sieht in dem Klinikstresswert ein probates Mittel die Situation der Kliniken zu beschreiben und an entsprechende Handlungsverpflichtungen zu koppeln. Dazu sagt er: „Wir sind in der Lage die Wirkung der Maßnahmen auf den Stresswert zu ermitteln. Damit gelingt es uns die notwendige Klarheit und Transparenz darzustellen und somit die Schärfe oder den Nachdruck der notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen herauszuarbeiten. Damit wird der Restrukturierungsplan auch auf das notwendige Ergebnis fokussiert.“

JOMEC sieht mit dem Ranking der Kliniken jetzt die Möglichkeit für die Geschäftsführung und die Gremien den notwendigen Handlungsbedarf zu verdeutlichen. Prof. Dr. Razik erklärt: „Gleichzeitig sind wir in der Lage die Wirkung der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen und ihre Nachhaltigkeit im Rahmen des Klinikstresstests zu simulieren.

Dr. Hans-Peter Schlaudt, geschäftsführender Partner der JOMEC GmbH sieht die Kliniken, Aufsichtsgremien und Gesellschafter in der Pflicht die Lage der jeweiligen Klinik im Detail zu prüfen und vor allem konkrete Restrukturierungspläne zu beschließen. Er sagte: „Wir stehen vor einer Revolution in der Versorgung. Die demographische Entwicklung in der Fläche und die Entwicklungen der Internet- und Telemedizin werden neue Versorgungsangebote ermöglichen. Damit stellt sich die Frage mit welchem Angebot und in welcher Größe eine stationäre Einrichtung zur Sicherung der Versorgung vorgehalten werden muss. Eine Antwort kann nicht allein innerbetrieblich gesucht werden. Zwei unterschiedliche Ebenen sind zu betrachten:

  1. Die Sicht auf das Unternehmen durch die Geschäftsführung, den Aufsichtsrat und den Gesellschafter sowie
  2. die Sicht auf die medizinische Versorgung der Region durch die Landes- und Kommunalpolitik.

Für kommunale Träger ist es nicht immer leicht diese Punkte sauber zu trennen und getreu der Ebenen zu entscheiden. Dies ist aber ein Muss, um Interessens- und Compliance-Konflikte zu vermeiden“.

Zusätzliche Informationen erhalten Sie auch unter: Klinikstresstest

Im Rahmen des 16. Nationalen DRG-Forum 2017 in Berlin wird Prof. Dr. Razik die Studie zu den niedersächsischen Krankenhäusern, den Klinikstresstest und den Klinikstresswert vorstellen. Interessierte Journalisten sind am Donnerstag den 23.03.2017 von 13.00 – 15.00 Uhr herzlich eingeladen am Stand 1 der JOMEC GmbH mit Prof. Razik ins Gespräch zu kommen.

Für eine bessere Planung melden Sie sich bitte kurz unter j.spieker@jomec.de an. Gerne stehen wir Ihnen darüber hinaus für Rückfragen zur Verfügung

Zu JOMEC:
JOMEC Healthcare Consulting + Management ist eine seit 20 Jahren auf das Gesundheitswesen spezialisierte Managementberatung, die lösungsorientierte Beratung mit praktischer Managementverantwortung verbindet. Wir sind Experten im Gesundheitswesen, erfahrene Berater und Gestalter mit unterschiedlichen Qualifikation und breitem Erfahrungsspektrum und sichern den Erfolg aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Ihre Ansprechpartnerin:
Juliane Spieker
Mail: j.spieker@jomec.de
Mobil: 01577 3503055




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